Emotionen und Essverhalten

In einer Woche halte ich einen Vortrag genau zu diesem Thema: „Emotionen und Essverhalten“. Ein sehr spannendes Thema und ein Thema, das viele meiner KlientInnen betrifft, die zu mir zu einer Ernährungsberatung mit BodyTalk Begleitung kommen.

Die meisten von ihnen wissen eigentlich, was sie essen sollten und auch wann. Zu diesem Thema gibt es ja auch mehr als genug Informationen in Büchern oder auch im Internet. Häufig stelle ich aber fest, dass es ein Ungleichgewicht zwischen dem gibt, was sie wissen und dem, was sie tun. Auch wenn viele die Fakten kennen – eine Entscheidung wird immer auch nach dem Gefühl getroffen.

Beeinflussen Emotionen unser Essverhalten?

Dass es beim Essen anscheinend nicht nur um die Nahrungsaufnahme, sondern auch um Emotionen geht, spiegelt sich in Sprüche wie „Stress schlägt auf den Magen“ oder „Liebe geht durch den Magen“ wieder.

Essen und Emotionen stehen in einem komplexen Zusammenhang. Das kennen wahrscheinlich viele von Ihnen: Bei seelischen Belastungen, Stress oder Traurigkeit haben viele von uns Lust auf Schokolade. Der Begriff »emotionales Essverhalten« weist darauf hin, dass das Essen von Gefühlen gesteuert wird, von angenehmen wie von unangenehmen. Unsere Emotionen haben einen großen Einfluss auf die verschiedensten Aspekte unseres Essverhaltens: warum wir essen, was wir essen, wo und mit wem wir essen und wie schnell. Der echte Hunger ist nicht immer die antreibende Kraft, dass viel gegessen wird. Viele können oft nicht mehr zwischen richtigem Hunger und emotionalem Hunger unterscheiden.

Viele Menschen, die Probleme mit ihren Emotionen haben, zeigen daher auch ein problematisches Essverhalten. Oft essen eben Gefühle mit. Was allerdings nicht bedeutet, dass jeder, der aus emotionalen Gründen isst, auch Übergewicht hat. Schlanke Menschen versuchen genauso ihren emotionalen Empfindungen aus dem Weg zu gehen, entweder durch Essen oder durch ständige Beschäftigung mit ihrer Figur und ihrem Gewicht.

Interessant ist, dass Emotionen aktuellen Erkenntnissen zufolge, nicht nur einen Einfluss auf das Essverhalten haben, sondern umgekehrt beeinflusst das Essverhalten auch die Emotionen.

Holen wir den Bauch mit ins Boot

Sie haben vielleicht schon einmal von dem sogenannten „Bauchhirn“ gehört. Der Begriff entstand dadurch, dass sich im Bauchraum rund um den Darm über 100 Millionen Nervenzellen befinden. Das sind mehr als man im gesamten Rückenmark finden kann. Dieses Bauchhirn fühlt mit und steuert autonom die Funktionen des Magen-Darm-Trakts. Dabei interagiert es ständig mit dem Kopfhirn, wobei 90 Prozent der gesamten Informationen in Form von Nervenimpulsen und Hormonen über den Vagus Nerv vom Bauch zum Gehirn gehen! Experten vermuten als Mitverursacher funktioneller Magen-Darm-Störungen eine gestörte Kommunikation zwischen Bauch- und Kopfhirn.

Dass es eine intensive Kommunikation zwischen Bauchhirn und Kopfhirn gibt, haben einige vermutlich sogar schon selbst erlebt oder zumindest einen Freund davon erzählen hören. Oder kennen Sie das nicht, dass ein schweres, schlechtes Essen auch schlechte Träume verursachen kann?

Mehr zum emotionalen Essen und wie Ihr Bauchhirn Ihr Essverhalten beeinflussen kann, erfahren Sie in meinem Vortrag zum Thema „Emotionen und Essverhalten“.

 Termine:

Do, 26. März 2015 um 18:30 Uhr Fuchsthallergasse 11/29, 1090 Wien
Anmeldung an: praxis.fuchsthallergasse@gmail.com | kostenlos
> Flyer zum Download

Di, 7. April 2015 um 19:00 Uhr Bezirksamt Währing, Martinstraße 100, 1180 Wien
Ohne Anmeldung | kostenlos
> Flyer zum Download

 

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